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Nutzer der JTL-Wawi kommen früher oder später an den Punkt, die richtige SQL Server Lizenz für die JTL-Wawi zu wählen. Wir geben euch Tipps für die richtige Wahl der benötigten SQL Server Lizenzen für die JTL Wawi an die Hand.

Um die Limitierungen (maximal 1 Socket oder 4 Kerne, 1410 MB Arbeitsspeicher und 10 GB Datenbankgröße) der SQL Express Edition aufzuheben, können sie auf eine andere Edition des SQL Servers umsteigen, aber welche ist die Passende?

Die richtige Lizenzierung Ihrer Microsoft-Produkte kann manchmal komplexer sein, als die Software selbst. Aber sie schützt Sie vor einer unangenehmen Überraschung, falls bei ihnen eine Lizenzprüfung seitens Microsoft ansteht. Deshalb wollen wir an dieser Stelle einmal auf die für JTL-Wawi interessantesten Lizenzierungen der SQL Server Standard und Enterprise Software eingehen.

Grundsätzlich gibt es 2 Lizenzierungsarten für diese Software – zum einen die serverleistungsbasierte „pro Kern“ Lizenzierung für die SQL Server Standard und Enterprise Edition, und zum anderen die zugriffsbasierte „Server/CAL“ (Client Access Licence) Lizenzierung. Die Server/CAL Edition. Diese Version richtet sich hauptsächlich an mittelständische Unternehmen, wo zugriffsbasierte Lizenzierungen oftmals kostengünstiger sind als leistungsbasierte Lizenzen. Somit ist diese Lizenzierungsart die wahrscheinlich attraktivste für Nutzer / Händler. Fangen wir also damit an.

Server / CAL Lizenzierung der SQL Server Standard Edition

Bei der Server/CAL Lizenzierung müssen die auf die Datenbank zugreifenden Clients (Benutzer oder Geräte) bekannt sein. Jeder Benutzer oder jedes Gerät mit Zugriff auf die Datenbank muss lizenziert werden. Dabei stehen ihnen 2 unterschiedliche CALs zur Verfügung:

  • Bei der User-CAL (Benutzer-Zugriffslizenz) muss der Benutzer bekannt sein. Er darf dann von beliebigen Geräten auf alle SQL Server Standard innerhalb der Firma oder Organisation zugreifen (CAL für Büromitarbeiter und Verwaltung).
  • Bei der Device-CAL (Geräte-Zugriffslizenz) muss das Zugriffsgerät bekannt sein. Das Gerät erhält mit dieser Lizenz das Zugriffsrecht auf alle SQL Server Standard der Firma oder Organisation. Diese Lizenz ist für Geräte gedacht, die von vielen wechselnden Mitarbeitern benutzt werden (z.B. an Lager-PCs, Warenscannern, etc.)

Neben diesen Zugriffslizenzen muss dann noch der Server lizenziert werden. Pro Betriebssystemumgebung (physisch oder virtuell), in der mindestens eine SQL Server Instanz läuft, ist eine SQL Server Standard erforderlich. Es ist also möglich, mit einer Lizenz innerhalb einer Windows Server Instanz mehrere SQL Server Standard Instanzen zu installieren und auszuführen.

Die Hardware spielt bei dieser Lizenzierungsart keine Rolle, und kann ohne zusätzliche Kosten im Rahmen der Lizenzbedingungen (maximal 4 Sockets oder 24 Kerne, 128GB Arbeitsspeicher und 524PB relationale Datenbankgröße) beliebig skaliert werden.

„Pro Kern“ Lizenzierung der SQL Server Standard und Enterprise Edition

Eine weitere für JTL Kunden interessante Lizenzierungsart ist die rechenleistungsbasierte „Pro Core“ Lizenzierung.

Die serverleistungsbasierte Lizenzierung nach Prozessorkernen ist für den Standard Server und für den Enterprise Server verfügbar. Die Anzahl zugreifender Benutzer und Geräte spielt dabei keine Rolle, da keine CALs notwendig sind. Bei dieser Lizenzierungsart wird die dem SQL Server zur Verfügung stehende Rechenleistung (insbesondere die genutzten Prozessorkerne) herangezogen. Je mehr Rechenleistung vom SQL Server genutzt wird, desto teurer wird es.

Minimal sind 4 Kerne pro Prozessor (Socket) lizenzpflichtig. Die Core-Lizenzen sind als 2-Core Pakete erhältlich.

Anzahl der SocketsAnzahl der Kerne pro SocketSumme der KerneZu lizenzierende KerneAnzahl benötigter 2-Core Pakete
1 Socket2 Kerne2 Kerne4 Kerne2 Pakete
2 Sockets2 Kerne4 Kerne8 Kerne4 Pakete
2 Sockets4 Kerne8 Kerne8 Kerne4 Pakete

Vorteile der Software Assurance für JTL-Kunden

Ein wichtiger Punkt der Software Assurance für Benutzer der JTL-Wawi ist das lizenzfreie Betreiben einer passiven Fail-Over Instanz ( auf einem Standby Server). Diese sorgt im Falle eines Datenbankausfalls der aktiven Instanz für Sicherheit, da in diesem Fall dann die passive Instanz übernehmen kann. Sie gilt für die Standard und Enterprise Edition mit SA. Je lizensierter aktiver Instanz darf eine passive Instanz betrieben werden, und die passive Instanz darf nicht mehr Kerne benutzen als die aktive Instanz zur Verfügung hat. Weiterhin darf die passive Instanz keinen Workload haben, und auch keine Backups machen, solange die aktive Instanz funktioniert. Des Weiteren dürfen sie mit Software Assurance die neuesten Produktversionen direkt produktiv einsetzen.

Welche SQL Server Lizenz ist nun die Richtige für ihre JTL-Wawi?

Die Wahl der für sie als JTL Anwender Lizenzierungsmethode ist in den meisten Fällen ein Rechenbeispiel. Des Weiteren sollten Sie in Ihre Entscheidung mit einfließen lassen, wie es in 3-5 Jahren um ihren Datenbankserver steht. Sowohl das Wachstum ihres Unternehmens, als auch die benötigte Leistung ihres Datenbankservers kann die Wahl der für sie als JTL Anwender richtigen Lizenz beeinflussen.

Haben Sie eine überschaubare Anzahl an Personal oder Geräten, die lizenziert werden müssen, ist für sie die Server/CAL Lizenzierungsmethode wahrscheinlich die kostengünstigere Wahl. Außerdem können sie den Server ohne größere Leistungsbeschränkungen betreiben. Benötigt werden nur die Server Lizenz und die richtige Anzahl von Benutzer oder Geräte CALs.

Bei der leistungsbasierten „pro Core“-Lizenzierung sind die Lizenzen zwar teurer, allerdings fallen die Geräte und Benutzer CALs weg. Jedoch müssen sie dort bei einer Minimal-Lizenzierung mindestens 4 Kerne lizenzieren, was zwei 2-Core Paketen entspricht, und sind bei dieser Lizenzierungsmethode dann leistungstechnisch auf die lizenzierten Prozessorkerne beschränkt.

Wir bei Visitmedia beraten sie als JTL Kunden selbstverständlich gerne bei der Ermittlung ihres Bedarfs, und unterstützen sie auch bei der Auswahl und der Integration der für sie passenden, zukunftssicheren Lizenzierung ihres MS SQL Servers. Sprechen sie uns an!

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